Beim chemischen Entlacken wird die Lackschicht nicht erhitzt, sondern durch ein Entlackungsmedium gelöst – schonend und ohne Verzug. Das macht das Verfahren ideal für temperaturempfindliche und maßhaltige Bauteile aus Aluminium, Zink oder Druckguss. Je nach Aufgabe arbeiten wir im Tauchbad oder mit dem Spritzverfahren.
VerfahrenTauchentlacken
Beim Tauchentlacken wird das Werkstück auf einem Warenträger gleichmäßig in ein beheiztes Entlackungsbad eingebracht. Das Bad ist abgedeckt und wird ständig umgewälzt, damit das Medium das Bauteil allseitig umspült – so werden auch Hohlräume, Profile und komplexe Geometrien vollständig erreicht.
Das Entlackungsmittel zerstört die Bindung des Lacks bzw. löst seine Haftung zum Untergrund, sodass sich die Beschichtung ablöst. Je nach Lackauftrag, Badzustand und Werkstoff dauert der Vorgang etwa 2 bis 10 Stunden. Anschließend wandert das Teil ins Spülbecken, wo Restfarbe und Entlackungsmittel abgespült werden.
Spritzentlacken
Beim Spritzentlacken wird ein nicht schäumendes Entlackungsmedium in einer Spritzentlackungsanlage gezielt auf die Oberfläche gesprüht; im Anschluss wird mit Hochdruck-Wasser nachgereinigt. Das Verfahren arbeitet flächig und selektiv, kommt mit weniger Medium aus und ist besonders wirtschaftlich, wenn nur die sichtbare Oberfläche entschichtet werden muss.
Es gilt als wichtigstes Verfahren, um Pulverbeschichtungen von Felgen aus Stahl und Aluminium sowie von Profilen, Fenstern und Bauteilen aus Nichteisenmetallen zu entfernen.




